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Snooker ist eine Variante des Präzisionssports Billard, die mit speziellen Queues auf einem Snookertisch gespielt wird. Das Spielprinzip besteht darin, 15 rote und sechs andersfarbige Bälle („die Farben“) mit dem weißen Spielball nach bestimmten Regeln in die Taschen zu versenken. |
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Der Spieler ist auf zwei rote |
Der Name Snooker
bezieht sich auf eine „Snooker“ genannte Spielsituation, in
der ein Spieler einen Ball, den er laut Regeln anspielen müsste,
nicht auf direktem Wege an dessen äußersten Enden anspielen kann
und so zu einer schwierigeren Lösung gezwungen ist (er wurde
"gesnookert"). Das Wort "snooker" hat aus
dieser Bedeutung heraus auch im übertragenen Sinne Eingang in die
englische Sprache gefunden (to snooker somebody: „jemanden
sperren, behindern“). |
Ziel des Spiels
Snooker ist ein Ansage- und Punktespiel. Das Grundprinzip besteht darin, abwechselnd einen roten Ball und einen der sechs farbigen Bälle zu versenken, bis alle Objektbälle vom Tisch sind oder – bei einer Punktedifferenz größer als sieben – sich außer dem weißen nur noch der schwarze Ball auf dem Tisch befindet. Ist das der Fall, ist der Frame (das Spiel beziehungsweise der Satz) beendet. Ein Match besteht meist aus mehreren Frames; es gewinnt der Spieler das Match, der als erster mehr als die Hälfte einer festgelegten Zahl von Frames gewonnen hat.
Bei Ranglistenturnieren ist die Anzahl der Frames immer ungerade, so dass kein Unentschieden möglich ist. Bei Ligaspielen (wie in der Premier League) kann die Anzahl der Frames gerade sein, womit Matches unentschieden enden können.
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Jeder der Bälle hat
einen bestimmten Wert. Dieser Wert wird beim Lochen dem Punktestand
des Spielers hinzuaddiert. |
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Wird ein Ball vom Spieler nicht versenkt, kommt der gegnerische Spieler an den Tisch und erhält seinerseits die Möglichkeit, eine Folge von Bällen zu versenken. Wenn ein Spieler an den Tisch kommt, muss er zunächst immer einen roten Ball anspielen. Im Endspiel auf die Farben, wenn keine Roten mehr auf dem Tisch sind, wird immer mit dem niedrigstwertigen Ball begonnen, der sich noch auf dem Tisch befindet. |
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Die farbigen Bälle
werden nach dem Versenken wieder auf dem Tisch aufgesetzt; rote
verbleiben, auch nach einem Foul, in den Taschen. Nach dem letzten roten
darf noch ein farbiger Ball nach Wahl gespielt werden. Sind alle roten Bälle
und die letzte frei wählbare Farbe versenkt, müssen die farbigen Bälle
in Reihenfolge ihrer Wertigkeit vom Tisch gespielt werden, angefangen mit
Gelb (2), Grün (3), … und zuletzt Schwarz (7); sie verbleiben nun auch
in den Taschen.
Kann der Spieler keinen Ball gemäß den Regeln versenken, versucht er den
Gegner zu snookern. Das geschieht, indem er den Spielball in eine
Position bringt, aus der der Gegner keinen anzuspielenden Ball auf
direkter Linie erreichen kann. Aus einem Snooker heraus passieren häufig
Fehler oder Fouls. Die Foulpunkte erhöhen den Punktestand, und es ergibt
sich im Anschluss an den Stoß des Gegners möglicherweise eine Situation,
die der Spieler dann nutzen kann, um das Spiel für sich zu entscheiden.
Der Gegner, der gesnookert wird, muss reagieren, während der andere
Spieler selbst die Chance hat, das Spiel zu bestimmen.
Es gewinnt der Spieler, der bei Beendigung des Frames die höhere
Punktzahl hat. Haben beide Spieler die gleiche Anzahl von Punkten, so wird
der schwarze Ball erneut aufgesetzt und weitergespielt, bis der schwarze
Ball fällt oder ein Foul begangen wurde (re-spotted black). Befindet sich
außer dem Spielball nur noch der schwarze Ball auf dem Tisch und ist die
Punktedifferenz größer als sieben, gilt der Frame als beendet. Der
Spieler, der den vorletzten (pinkfarbenen) Ball eingelocht hat, kann den
schwarzen Ball noch spielen, wenn er es wünscht. Gelingt es ihm, den
schwarzen Ball zu versenken, bekommt er die Punkte regulär zu seinem
Punktestand hinzuaddiert. Ein Frame ist auch beendet, wenn ein Spieler
aufgibt, weil er seinen Rückstand als unaufholbar einschätzt, das heißt,
wenn mit den verfügbaren Bällen weniger Punkte erreicht werden können,
als zum Übertreffen des gegnerischen Punktestandes notwendig wären und
der Spieler weiter nicht glaubt, noch ausreichend Punkte durch
erfolgreiche Snooker und die daraus resultierenden Foulpunkte zu erlangen.
In diesem Fall gilt es als gutes Benehmen, den Frame aufzugeben, nachdem
der Gegner am Tisch sein Break beendet hat.
Die maximal verbleibende Anzahl an Punkten, die sich noch auf dem Tisch
befindet, lässt sich wie folgt berechnen:
Anzahl roter Bälle × 8 + 27.
Snooker hat, verglichen mit anderen populären Formen des Billards, einen
höheren technischen Schwierigkeitsgrad und stellt größere Anforderungen
an die spieltaktischen Fähigkeiten der Spieler. Die höhere technische
Schwierigkeit ergibt sich hauptsächlich aus der im Vergleich zu vielen
anderen Billardvarianten größeren Fläche des Spieltisches, aus dem
kleineren Durchmesser der Kugeln und daraus, dass die Taschen weiter in
die Banden eingezogen und enger sind als etwa beim Poolbillard. Das
abwechselnde Anspielen von roten und nichtroten Bällen und das
angestrebte Spiel auf den höchstwertigen (schwarzen) Ball erfordert darüber
hinaus ein hohes Maß an Kontrolle über den weißen Spielball.
Snooker gilt als „gentlemen’s sport“, da hier mehr als bei anderen
Billardvarianten auf Contenance, Stil und die Einhaltung der Etikette Wert
gelegt wird. Bei den meisten großen Turnieren ist zudem förmliche
Kleidung mit Hemd, Weste und Fliege vorgeschrieben (Dresscode).
Vor allem in Großbritannien, Irland und in einigen Ländern des
Commonwealth hat Snooker einen hohen gesellschaftlichen Stellenwert.
Erfolgreiche Snookerspieler besitzen dort den Status von Stars oder gelten
fast als Nationalhelden wie zum Beispiel Ken Doherty in Irland oder James
Wattana (Ratchaphon Phu-Ob-Om) in Thailand. Die meisten der
Profi-Snookerspieler stammen dieser Tradition entsprechend aus England,
Schottland, Wales, Nordirland und Irland. Die bedeutendsten Turniere sind
mit bis zu mehreren Hunderttausend Euro dotiert und werden insbesondere
von den Fernsehanstalten BBC, Sky Digital und Eurosport live übertragen.
In Deutschland kann Snooker mit etwa 4000 im Verein organisierten Spielern
eher als Randsportart bezeichnet werden (zum Vergleich: Großbritannien
etwa sechs Millionen), jedoch wird das Spiel in Deutschland immer populärer.
(Quelle: Wikipedia - Enzyklopädie)